Viel Sonne, viele Blumen und viele zufriedene Besucher

Die Landesgartenschau Bad Iburg feierte zwei Tage Eröffnung - Die herrliche Lage der sechsten niedersächsischen Landesgarten- schau am Fuße des Teutoburger Waldes und im Schatten des Bad Iburger Schlosses lobte Ministerpräsident Stephan Weil. Sie sei tatsächlich „perfekt“. Vor allem „der gelungene Übergang aus dem Garten heraus, hinein in die Natur“ mache den „ganz besonderen Reiz dieser Landesgartenschau aus.“


„Ihnen ist etwas richtig Gutes gelungen!“, lobte der Ministerpräsident die Bad Iburger. Und Weil nahm Bezug auf den vorherigen Bürgerentscheid: „Das ist ein faires Verfahren mit befriedender Wirkung.“ Zu Expo-Zeiten in Hannover habe die Stadt festgestellt: „Wir trauen uns als Stadt etwas zu.“ Er fügte hinzu: „Ich gratuliere dazu, dass Sie sich etwas getraut haben - das Ergebnis spricht für sich.“

„Kaum irgend ein Umstand kann schädlicher auf die Gesundheit wirken als die Lebensweise unserer Tage: ein fieberhaftes Hasten und Drängen aller im Kampfe um Erwerb und sichere Existenz. Es muss das Gleichgewicht hergestellt werden zwischen der Lebensweise und dem Verbrauch an Nervenkraft.“ Mit diesem Zitat des Pfarrers Sebastian Kneipp begann Annette Niermann, Bürgermeisterin der Kneipp- und nun Landesgartenschaustadt Bad Iburg ihre Begrüßung bei der offiziellen Eröffnungsshow an der GiroLive-Bühne am Abend des 17. April vor mehr als 400 geladenen Gästen, noch einmal so vielen Bad Iburger Dauerkartenbesitzern und zahlreichen Medienvertretern. Sie erinnerte an die Anfänge Bad Iburgs als Kneipp-Kurort, die damals an Rasenflächen üblichen „Betreten verboten“- Schilder sowie den Trimm-Dich-Pfad. Bad Iburg sei von Kneipp geprägt worden. „Doch das I-Tüpfelchen ist die Verbindung von Natur und Kultur hier in Bad Iburg.“
Schon ihr Vorgänger Drago Jurak, der Rat der Stadt und die Verwaltung hätten vor Jahren einen Masterplan für das Schlossumfeld auf den Weg gebracht, daran erinnerte Niermann. Ihre erste Amtshandlung sei 2014 die Eröffnung des Kneipp-Erlebnisparks gewesen und nun folge die LaGa. Neben der Stadtverwaltung, dem Rat, dem Landrat und seinem Team sowie der Iburger Kaufmannschaft und den Förderern der LaGa, die es von Anfang an gab, dankte Niermann den Bad Iburger Bürgern: „Ohne Euch gäbe es keine LaGa.“ Mit Blick auf die LaGa-Geschäftsführerin Ursula Stecker und ihr Team sagte sie: „Ihr habt Unglaubliches geleistet. Eure Tage waren länger als 24 Stunden.“

„Als ich seinerzeit an der Straße ‚Am Kurgarten‘aus dem Auto stieg, dachte ich, dass dort oben etwas fehlt. Deshalb freue ich mich ganz besonderes, dass diese Fläche nun ein Gartengesicht hat!“, kommentierte Ursula Stecker, Geschäftsführerin der Landesgartenschau gGmbH die gewaltigen Veränderungen. „Unsere Gärten bewegen. Sie setzten sich mit den fünf Kneippschen Säulen auf ganz unterschiedliche Weise auseinander, sind attraktiv, vielseitig und sehenswert. Sie sind ein toller Schlusspunkt der Blütenterrassen.“ Bewegung sei zudem nicht nur eine wichtige Säule des Kneippschen Konzeptes, so Stecker. „Diese LaGa bewegt viel. Und Gartenschauen sind nicht nur ein intelligenter Motor der Stadt- und Regionalentwicklung. Vor allem sind sie eine geniale Möglichkeit, auf einen Punkt zu – die Eröffnung – und darüber hinaus etwas in die Zukunft zu verändern und das Wir-Gefühl an einem Ort zu stärken.“

„Allen voran“ dankte die LaGa-Geschäftsführerin dem Landkreis Osnabrück. Er habe das Projekt und sie selbst „in beispielloser Weise unterstützt“. Sie dankte zudem dem Land Niedersachsen, der Stadt, dem Tourismusverband Osnabrücker Land und dem LaGa-Förderverein, „der sich auch nach der LaGa weiter engagieren wird“. An die Sponsoren, allen voran die Sparkasse Osnabrück und innogy, gerichtet, erklärte Stecker: „Ich danke auch unseren Sponsoren, die weit mehr sind als ökonomische Partner!“ Den vielen Ehrenamtlichen und Gästeführern dankte Stecker für ihren Einsatz. „Alle liefen zur Hochform auf und schoben mutig und konsequent alle Wolken des Zweifels zur Seite.“

„Auf dem Weg hierher galt es manchen Stolperstein oder auch Felsbrocken aus dem Weg zu räumen“, so Landrat Michael Lübbersmann, er freue sich „riesig“, die zweite LaGa im Landkreis Osnabrück nach Bad Essen 2010 innerhalb einer Dekade miteröffnen zu können. Auch er lobte „das großartige Engagement der Bad Iburger“. Diese hätten die LaGa erst möglich gemacht. „Wenn Sie heute auf die Landesgartenschau schauen, dürfen sie mit Fug und Recht begeistert und stolz sein!“ Die Vorzüge Bad Iburgs, „aber auch Angebote wie der Baumwipfelpfad“ würden Touristen „weit über die Region hinaus“ nach Bad Iburg führen. Gewinner dieser LaGa werden neben Gastronomie, der Hotellerie und dem Einzelhandel auch das Handwerk, Bauunternehmen und die Gartenbaubetriebe im Osnabrücker Land sein, ist sich Lübbersmann sicher. Da auch – das hätte die LaGa Bad Essen gezeigt - die umliegenden Städte und Gemeinden von der LaGa profitieren würden, hätte sich der Landkreis in starkem Maße finanziell, aber auch personell für die LaGa engagiert und tue es weiterhin.
„Es ist schon ein gutes Gefühl hier in Bad Iburg zur Eröffnung der sechsten Landes-gartenschau zu stehen. Leider ist es in Niedersachsen noch nicht selbstverständlich, dass eine solche Gartenschau stattfindet“, das betonte Siegfried Dann, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Fördergesellschaft Landesgartenschauen Niedersachsen (FLN). „Nach einer extrem kurzen Vorbereitungszeit, einem nassen Herbst und einem lang anhaltendem Winter war hier bis zum letzten Tag von allen voller Einsatz und viel Nervenkraft erforderlich.“ Wenn es dann trotz vieler Probleme ein solch sehenswertes Ergebnis gäbe, sei das schon Anerkennung wert. Bad Iburg sei nun für ein halbes Jahr „die Hauptstadt der Hobby- und Berufsgärtner von Niedersachsen“.

Siegfried Dann stellte klar: „Ein Gartenschau-Gelände ist nicht nur kurzfristig Selbstzweck zur Darstellung der Leistungsfähigkeit des Gartenbaus.“ Es sei ein Ort für die Bewohner der Stadt und führe zur dauerhaften Verbesserung ihrer Lebensqualität. „Eine Gartenschau ist nicht der Abschluss, sondern das Richtfest für eine weitergehende Entwicklung.“
„Es wäre schön, wenn Sie sich um unser Problem Landesgartenschauen als Dauereinrichtung mit einer festen Grundfinanzierung kümmern würden – so, wie sie in vielen anderen Bundesländern seit Jahren üblich sind“, sagte der FLN-Vorsitzende an Ministerpräsident Weil gerichtet. „Seien Sie unser Kümmerer – Sie können damit wortwörtlich Zukunft wachsen lassen!“
Bevor Weil gemeinsam mit Siegfried Dann, Annette Niermann, Michael Lübbersmann, dem LaGa-Botschafter Hans-Gert Pöttering, Fördervereinsvorsitzenden Matthias Partetzke und Ursula Stecker auf die Buzzer drückte und so offiziell die LaGa eröffnete, verkündete er: „Die nächsten 180 Tage ist Bad Iburg die heimliche Landeshauptstadt.“

Am auf die abendliche Eröffnungsshow folgenden Eröffnungstag, am Mittwoch, 18. April, herrschte „Zauberwetter“, passend zum „Neuer Zauber“ Bad Iburgs. Bei strahlend blauem Himmel durchschnitten Lübbersmann, Niermann, Stecker und Dann sowie Johannes Hartig Ludger Flohre ((Vorstandsvorsitzender Sparkasse Osnabrück), Kommunales Partner-Reinhard Naumann (Bezirksbürgermanagement, Leiter Region Osnabrück, innogy SE), meister des Berliner Partnerbezirks Charlottenburg-Wilmersdorf) sowie Matthias Partetzke, LaGa Förderverein, ein rotes Band und Hunderte neugierige Besucher durchwanderten entspannt erst die Tore und dann das gesamte LaGa-Gelände. Viele Besucher äußerten sich spontan und gut gelaunt: „Ist das schön hier!“, „Toll!“, „Großartiges Gelände!“, „Viel schöner als erwartet!“, „Wir kommen wieder!“
„Unsere Erwartungen an diesen ersten Besuchertag wurden weit übertroffen“, bilanziert Ursula Stecker heute. „Die Besucherinnen und Besucher dieses ersten Tages waren – zumal bei diesem Traumwetter - sehr zufrieden und erfreulich zahlreich! So kann es weitergehen!“

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