Frauen besuchen frauenOrt in Bad Iburg

An einem ganz besonderen Ort tagte die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Osnabrück. Ein Ort, der an eine ganz besondere Frau erinnert, die genauso wie die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft für die Rechte der Frauen gekämpft hat und sich entschieden gegen die Gewalt gegen Frauen gestellt hat. Die Rede ist von Cilli-Maria Kroneck-Salis, in deren ehemaligem Eltern- und Wohnhaus in Bad Iburg seit dem Frühjahr dieses Jahres der 35. frauenOrt Niedersachsens errichtet wurde.

Das Haus, in dem die Töchter jetzt ein Kulturcafé eingerichtet haben, wurde damit zu einem Ort, an dem an die Verdienste von Frauen für die Gesellschaft erinnert wird. Initiiert wurde diese Schaffung von frauenOrten vom Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. In Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises und der Stadt Osnabrück fiel die Wahl auf das idyllische Haus gleich unterhalb des Iburger Schlosses. Für die Gleichstellungsbeauftragten skizzierte Tochter Susanne Kroneck nochmal das Wirken ihrer Mutter. Cilli-Maria Kroneck-Salis (1923 – 2010) hatte sich dafür eingesetzt, dass in Osnabrück das erste Frauenhaus entstand, in das Frauen vor häuslicher Gewalt flüchten konnten. Ebenso engagierte sie sich für die Einrichtung eines Frauenflüchtlingshauses in Osnabrück. Für sie war das Engagement gegen Gewalt und Ungerechtigkeit wichtig. „Ich lasse mir nichts gefallen und ich finde das nicht stark, ich finde das selbstverständlich“, so sah sie ihre Arbeit. Eine Grundeinstellung, die auch viele Gleichstellungsbeauftragte in ihrer alltäglichen Arbeit für die gleichen Rechten von Frauen und Männern begleitet. Der frauenOrt in Bad Iburg gab dafür nochmal einen Denkanstoß, während man den Geist von Cilli-Maria Kroneck-Salis in den Gasträumen und in dem schönen Garten noch spüren kann.