Rekord zum Schluss auf der landesgartenschau!

Der letzte Tag war der besucherstärkste: Mehr als 10 000 Besucherinnen und Besucher, Tageskarten- käufer wie Dauerkartengäste, registrierten die LaGa- Scanner gestern am letzten LaGa-Besuchstag an den Eingängen des Geländes. Landrat Dr. Michael Lübbersmann verkündete von der Bühne im Schlussprogramm die offizielle Zahl zum Schluss: 586.735 Besuche insgesamt, darin sind Gäste enthalten, die nur einmal kamen und ebenso Dauerkarteninhaber und Aktive.

In einem bunten Bühnenprogramm mit Ehrenamtlichem- und Gästeführerüberraschungs-chor sowie weiteren Chören, mit RosaLotta-Song und Turnkunst, mit zahlreichen Video-botschaften - unter anderem von Ministerpräsident Stephan Weil – lobte gestern Abend der Landrat des Landkreises Osnabrück: „Die Laga war ein großartiges Ereignis für die Bürgerinnen und Bürger von Bad Iburg und des Osnabrücker Landes mit wunderbarem Wetter!“ Die Laga habe Bad Iburg und das Osnabrücker Land ein Stück weit verzaubert. „Nun gilt es den Schwung für künftige Herausforderungen zu nutzen!“, mahnte Lübbersmann.

„Was für ein Sommer! Gäste aus der ganzen Welt sind gekommen, zum Ende immer mehr. Es hat sich herumgesprochen, wie toll und einzigartig diese Laga ist“, betonte Annette Niermann, die Bürgermeisterin der Stadt strahlend. Ebenso strahlend nahm sie LaGa-Maskottchen RosaLotta und das neue Logo der Stadt Bad Iburg, entwickelt aus dem LaGa-Logo, von LaGa-Geschäftsführerin Ursula Stecker in Empfang: „Liebe Iburger so sehen wir jetzt aus! Es ist farbenfroh in Bad Iburg, das haben wir alles euch zu verdanken!“, sagte Niermann, ans Publikum gewandt.

Die Videobotschaft des Vorstandes vom LaGa-Förderverein machte klar: „Heute endet die LaGa, aber wir machen weiter, weil viel zu tun ist und wir den Schwung und Erfolg nutzen wollen. Bad Iburg soll zum strahlenden Stern der Bäder im südlichen Osnabrücker Land werden!“ Auch die Übergabe des Staffelstabes in Form einer LaGa-Stele, von denen es mehr als 2000 in Bad Iburg gibt, an Bad Gandersheim, Ausrichter der 7. Niedersächsischen Landesgartenschau 2022, fußt auf dem Projekt des Fördervereins „LaGa-Stelen“.

„Die Landesgartenschau war ein Fest für die Sinne“, so Siegfried Dann, der Vorsitzende der Fördergesellschaft Landesgartenschauen Niedersachsen von der Leinwand herunter.

Die Bad Iburger hätten es in einer ganz kurzen Vorbereitungszeit geschafft, „aus einem Gartentraum mehrere Traumgärten zu schaffen“. Stellvertretend für die Ehrenamtlichen aus dem Infopavillon übergab Werner Richter das Gästebuch und ein Heft mit gesammelten LaGa-Anekdoten an LaGa-Chefin Ursula Stecker.

Den ökumenischen Abschlussgottesdienst unmittelbar vor dem LaGaa-Bühnenfinale mit Höhenfeuerwerk gestalteten Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier und General-vikar Theo Paul gemeinsam. Der bunt gekleidete Heart-Chor Herz Jesu und der Ichthys-Jugendchor der Heilig-Geist Gemeinde Georgsmarienhütte übernahmen den musikalischen Part. In Anspielung auf den Bürgerentscheid pro LaGa meinte Klostermeier: „Die Bürger haben etwas frech gegen den politischen Willen gestimmt, der ganz vernünftig war und dann haben sie dummerweise auch noch Recht bekommen.“ An Theo Paul gewandt sagte sie: „Insgeheim sind wir beide ein bisschen stolz auf die ökumenische Vielfalt, die hier in diesem großen Garten offensichtlich wurde.“ Sie dankte Gartenschaupastorin Petra Rauchfleisch und Pastoralreferent Michael Göcking und den rund 140 Ehrenamtlichen in der LaGa-Kirche für ihren großen Einsatz.

„Als Christen haben wir der Welt das Licht zu geben, das sie aus sich heraus nicht geben kann. Wir sind ihr schuldig, dass wir unserer Berufung treu bleiben. Die Welt braucht keine Verdopplung ihrer Hoffnungslosigkeit – im Gegenteil!“ betonte dann Theo Paul. Die Laga sei ein Beispiel, wie der Beitrag der Christen aussehen kann. „Wir sind für die Welt da, nicht für uns selbst. Gut, dass wir uns eingebracht haben, wir haben ein Zeichen des Miteinanders gesetzt“, so Paul. Er schloss mit dem schönen Satz: „Die Laga ist ein Friedensprojekt der besonderen Art.“

Gegen Ende der Show, als alle Mitwirkenden noch einmal auf die Bühne gebeten wurden, war der Herzschlag der LaGa-Chefin zu hören, die allen „von Herzen“ dankte, die - an welchem Patz auch immer – zum Erfolg des Projektes beigetragen haben.