Eigenbetriebe, Eigengesellschaften und Regiebetriebe
  • Abwasserwerk

    Am Gografenhof 4
    49186 Bad Iburg
    Tel.: 0 54 03 / 404 35
    Reinhard Fühner
    E-Mail: bauen@badiburg.de

    • Abwasserreinigung auf hohem Niveau: Die Kläranlage Bad Iburg

      Das Klärwerk der Stadt Bad Iburg verarbeitet jedes Jahr 700.000 Tonnen Abwasser. Für die Ableitung und Reinigung des häuslichen Abwassers werden pro Jahr rund 1,2 Millionen € aufgewendet. Erstaunliche Zahlen und nur wenige Bürger sind sich bewusst, wie umfangreich und wichtig das Thema Abwasserbeseitigung auch in einer so kleinen Stadt wie Bad Iburg ist.

      Schon vor mehr als 40 Jahren haben die damaligen Ortschaften Iburg und Glane beschlossen, beim Thema Abwasserbeseitigung zusammen zu arbeiten. Am Glaner Bach, südlich von Glane, wurde der ideale Standort für ein gemeinsames Klärwerk gefunden. Von dem damals gebauten Klärwerk sind einige Anlagenteile auch heute noch im Betrieb, auch wenn es seitdem eine ganze Reihe Neuerungen gab, um den stetig ansteigenden Anforderungen an die Reinigungsleistung gewachsen zu sein. Das zeigt, dass man in diesem Bereich von Anfang an immer in die Zukunft geplant hat. Eine grundlegende Einstellung, die auch heute noch gilt, denn mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Klärwerk-Gebäudes wird Strom für den Eigengebrauch gewonnen. Außerdem ist seit einigen Jahren eine Mikrogasturbine in Betrieb, die ebenfalls die eigene Stromversorgung gewährleistet. Für diese nachhaltigen Einrichtungen gab es sogar 2015 eine Auszeichnung als „Leuchtturmprojekt“ vom Niedersächsischen Umweltministerium, weil es einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz darstellt.

      Die Reinigungsleistung des Klärwerks liegt über den gesetzlichen Anforderungen. Im Jahr 1996 wurde die Anlage an die aktuellen Anforderungen der Gewässerreinhaltung angepasst und auch für die Zukunft erweitert. Die nun vorhandenen Leistungsreserven der Anlage werden von den Klärwärtern dazu genutzt, das Abwasser deutlich besser zu reinigen als gesetzlich vorgeschrieben. Das Ergebnis ist nicht nur eine deutlich verringerte Abwasser-Abgabe an das Land Niedersachsen, es bedeutet auch eine viel bessere Wasserqualität im Glaner Bach.

      So gestaltet sich auch der Preis für häusliches Abwasser in Bad Iburg moderat. Für einen Kubikmeter (=1000 Liter) häusliches Abwasser bezahlen die Bad Iburger Bürger seit 2015 einen Betrag von 1,64 €. Damit liegt das Abwasserwerk der Stadt Bad Iburg im Vergleich zu anderen Gemeinden im Landkreis auf einem der vordersten Plätze.

      Am Ende bleibt der Klärschlamm

      Klärschlamm aus häuslichem und gewerblichem Abwasser gehört im Sinne ökologischer Kreisläufe in die landwirtschaftliche Verwertung. Dieses passiert auch in der Region. Durch intensive Überwachung des Klärschlamms und der Ackerböden, sowie durch die Beratung der landwirtschaftlichen Betriebe durch speziell geschulte Experten ist sichergestellt, dass durch Klärschlamm weder eine Überdüngung noch eine Schadstoffanreicherung in den Ackerböden stattfindet. Ein großer Teil des Bad Iburger Klärschlamms landet aber auch in der Biogasanlage der Stadt Georgsmarienhütte, wo daraus Energie erzeugt wird.

    • Einige Tipps in Sachen Abwasser!

      Jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass die Reinigung des Abwassers problemlos und preisgünstig durchgeführt werden kann. Im Klärschlamm finden sich viele Schadstoffe wieder, die versehentlich oder auch verbotenerweise in das Abwasser gelangt sind.

      Bitte beachten: Die Toilette ist kein Müllschlucker! Medikamente, Lösungsmittel, Lackreste oder auch Batterien gehören nicht in die Toilette. Dieser Abfall kann einmal pro Jahr kostenlos bei der Sonderabfall-Kleinmengensammlung abgegeben werden. Die Termine sind in dem Abfuhr-Kalender der Firma AWIGO abgedruckt. Wer darauf achtet, dass dieser Sondermüll nicht ins Abwasser hineingerät, trägt wesentlich dazu bei, die Belastung des Klärschlamms zu mindern. So kann der wertvolle Klärschlamm auch in Zukunft in der Landwirtschaft als Dünger genutzt werden.

      Ein weiteres Problem sind Einmal-Putztücher und sogenannte „Feuchttücher“, die immer beliebter werden und leider nach Gebrauch oft in der Toilette hinuntergespült werden.  Erst einmal in der Kanalisation gelandet, verursachen sie immer wieder  Verstopfungen bei den Abwasserpumpen. Diese Putztücher gehören in den normalen Hausmüll, damit sie den störungsfreien Kanalbetrieb nicht behindern und es nicht zu sehr unangenehmen Rückstauereignissen kommt.

      Eine ärgerliche Angewohnheit in vielen Haushalten ist es leider immer noch, Speisereste in der Toilette zu entsorgen. Viele Tonnen Speisereste landen so jedes Jahr in der Kanalisation. Dazu kommt das warme Abwasser aus Duschen und Waschmaschinen, so dass in der Kanalisation ganzjährig ein „mildes Klima“ herrscht. Ideale Lebensbedingungen für Ratten, denen es dort mit der Versorgung durch die Speisereste richtig gut geht. Allerdings kostet die Bekämpfung der Schadnager der Stadt alljährlich Tausende von Euros. Daher gilt: Küchenabfälle und Speiserest gehören in die Biotonne und nicht in die Toilette. 

  • Bauhof
  • Wasserwerk
    • Hohe Wasserqualität

      Das Wasserwerk in der Laeregge sorgt bereits seit rund 500 Jahren für die Eigenversorgung Bad Iburgs mit frischem Wasser. Im Jahr 2018 wird die Erschließung der Dörenberg-Quelle vor 500 Jahren gefeiert. Doch nicht nur aus dieser berühmten Quelle wird frisches Wasser für die Iburger gefördert, auch die Sunderbach-Quelle und die Brunnen am Limberg und beim Wasserwerk selbst liefern rund 500.000 Kubikmeter Frischwasser pro Jahr. Außerdem bezieht Bad Iburg auch noch Wasser aus dem Wasserverbund Osnabrück-Süd.

      Obwohl die Wasserhärte je nach Herkunft etwas variiert, hat das Bad Iburger Wasser eine mittlere Wasserhärte von 10-12 ºdH.

      Noch ein paar erstaunliche Fakten rund ums Wasser in Bad Iburg:

      Das Leitungsnetz in der Stadt Bad Iburg kann sich sehen lassen. 92 km Hauptleitungen und 49 km Hausanschlussleitungen liegen im Untergrund. Dazu kommen noch jeweils 60 km Schmutzwasserkanäle und Regenwasserkanäle.

  • Kur- und Grundstücksbetrieb der Stadt Bad Iburg

    Am Gografenhof 3
    49186 Bad Iburg

    Tel. 05403 – 404 0

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