Suchen

Die Tegelwiese

Das “Stückchen Mehr-Natur” für Bad Iburg

Ein besonderes Stück Natur entwickelt sich zum Geheimtipp für die Besucher Bad Iburgs. Zwischen Charlottenburger Ring und dem Felsen Horeb (nahe ehemalige Jugendherberge) erstreckt sich die Tegelwiese mit dem Kolbach entlang der Sebastian-Kneipp-Allee. Zusammen mit dem bereits vorhandenen Kneipp-Wanderweg „Kneipp to go“ wurde aus dem ursprünglichen Rückhaltebecken ein Erlebnispfad Wasser, ein bachbegleitender Spazierweg, der die Besucher immer wieder mit Aktivitäten und Informationen überrascht. Inmitten der Stadt erlebt man auf der Tegelwiese frei zugänglich „Wasser. Natur. Umwelt“, eine Kombination, an der Pfarrer Kneipp seine wahre Freude gehabt hätte.

Sechs Stationen umfasst der Erlebnispfad entlang des Kolbachs und der Tegelwiese, der Teil des TERRA.tracks „Kneipp to go“ ist. Die natürliche, feuchte Senke des Kolbachs entwickelte sich seit 1985 nach und nach zu einem ökologischen Kleinod – reich an Tier- und Pflanzenarten, die die regionale Artenvielfalt abbilden. Dem Wanderer sind entlang des Weges Einblicke in die Erdgeschichte und Erzählungen aus der Kinderstube der europäischen Herrscherhäuser möglich. Die insgesamt neun Tafeln an den sechs Stationen lenken die Aufmerksamkeit des Besuchers auf einzelne Höhepunkte und schärfen den Blick fürs Detail am Wegesrand.

Damit wurde das Wanderwegnetz des Natur- und Geoparks im Teutoburger Wald nachhaltig ergänzt. Als vor rund 30 Jahren hier in der Senke des Kolbachs ein Rückhaltebecken entstand, war nicht abzusehen, was für ein wertvolles Biotop sich entwickeln würde, eine Sumpf-ähnliche Landschaft als Biotop für spezielle Tiere und Pflanzen wie das Mädesüß, die Schlank-Segge oder die gelbe Sumpf-Schwertlilie und der Breitblättrige Rohrkolben. Hinzu gekommen ist die Wildblumenwiese, die vor allem auch die Bienen und weitere Insekten erfreut. Federführend hat sich der Förderverein der Landesgartenschau für die Tegelwiese nicht nur finanziell stark gemacht. So entstand unter anderem auch das „Bewegungsband“, was nicht nur junge Besucher animiert aktiv zu sein, auch ältere werden angesprochen. Projektleiter Hans Tovar: „Der Förderverein ist sehr stolz, dass die Tegelwiese mit dem Bewegungsband so attraktiv geworden ist – ganz im Sinne Sebastian Kneipps.“ Die Idee, die Tegelwiese zu einem Inklusionspark auszubauen und zu einem Extra für Bad Iburg und seine Besucher über die Landesgartenschau hinaus zu machen, hatte der Förderverein bereits 2015. Unterstützt wurde das Projekt von der Landesgartenschau gGmbH und Terra.Vita, die zusammen mit dem Landkreis Osnabrück und der Naturschutzstiftung verantwortlich zeichneten für die Renaturierung des Kolbachs, den begleitenden Kneipp-Wanderweg und den Umweltbildungspfad. Der „Mikadowald“ wurde durch eine großzügige Unterstützung der Volks- und Raiffeisenbanken im Osnabrücker Land möglich. Dazu steuerten die Radsportfreunde Teuto-Tour e.V. die Trailtreppe bei, als Treff- und Raststation für Wanderungen und Radtouren. Die nahen Sitzbänke spendeten die Bad Iburger Politiker von  Bündnis 90/Die Grünen.

Sicherlich ein Hingucker der Tegelwiesen-Anlage sind die großen Schaukeln. Sie erinnern in Form und Farbe an das Logo der LaGa und laden ein zum entspannenden Schaukeln inmitten der Naturlandschaft.  „Mit unseren Schaukeln konnten wir ein ganz besonderes Highlight in der Tegelwiese schaffen“, freut sich Gerd Bentrup, der für die Landschaftsbauarbeiten verantwortlich zeichnet.

 

Die Themenstationen des Erlebnispfads:

1.     Feuchtbiotop mit Aussichtspunkt

2.     Artenvielfalt in der Wiese mit Insektenhotel und TERRA.vista-Hörstandort

3.     Wasser Lebens- und Erholungsraum mit Wassererlebnisbereich

4.     Gewässerrevitalisierung am Kolbach

5.     Wald als Wasserspeicher mit Infos zum Thema Waldökologie

6.     Erdgeschichte in Bezug auf Quellenentstehung im Teuto am Felsen Horeb

 

Das Bewegungsband auf der Tegelwiese

 Hier finden sich zahlreiche Anreize, mehr Bewegung im Leben zuzulassen und daran Spaß zu haben. Besonders gesund die Trailtreppe, auf der der ganze Körper beim Treppensteigen die Muskeln aktiviert. Daneben der Mikadowald, der zum Balancieren einlädt, nicht nur etwas für die jüngeren Besucher. Zum Entspannen stehen die großen Schaukeln zur Verfügung, die auch Erwachsenen wieder das Gefühl der unbeschwerten Kindheit zurückbringt.