Der Landkreis
Osnabrück und die Stadtverwaltung weisen auf die diesjährige Amphibienwanderung
auf dem nördlichen Teil der Bergstraße hin. Auf Grundlage der
Straßenverkehrsverordnung wird die Bergstraße zwischen Februar und April
2026 bei Bedarf aus Artenschutzzwecken von der Stadt Bad Iburg gesperrt. Das
Verwaltungsgericht Osnabrück hat die Sperrungen gebilligt und
Umsetzungsvorgaben erteilt. Die Sperrungen erfolgen in einem begrenzten
Gesamtzeitraum nur, wenn eine bestimmte Witterung (abhängig u.a. von der
Luftfeuchtigkeit und Temperatur) gegeben ist und die Amphibien die Straße
tatsächlich für ihre alljährlichen Wanderungen benötigen.
Die
Stadtverwaltung wird die Sperrung frühzeitig in Höhe der Abzweige Bergstraße/Hagenberg
und Bergstraße/Schützenstraße sowie beim Kreisverkehr in Glane ausschildern.
Die konkrete Sperrung erfolgt zwischen der Straße „Am Freden“ und der
Betriebseinfahrt des Forellenzuchtbetriebs mit Schranken. Somit bleiben
u.a. der Friedhof und der Warenverkaufsautomat am nördlichen Ende der
Bergstraße erreichbar. Das Passieren der Schranken für Fußgänger bleibt während
der Sperrung jederzeit möglich. Die Sperrungen erfolgen zwischen 18 Uhr
abends und 8 Uhr morgens.

Die Maßnahme
ist artenschutzrechtlich geboten und wurde von der zuständigen
Naturschutzbehörde umfangreich begründet. Bei den an der Bergstraße
vorkommenden Arten handelt es sich teilweise um sogenannte streng geschützte
Arten. Für die streng geschützten Amphibienarten (u.a. Kammmolch und
Laubfrosch) sehen die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und das
Bundesartenschutzgesetz Zugriffs-, Verletzungs- und Tötungsverbote vor, die in
ihrem rechtlichen Rang und im vorliegenden Fall über dem Interesse, die
Bergstraße während der Amphibienwanderung zwischen 18 und 8 Uhr zu nutzen,
stehen. Die Artenschutzmaßnahme soll vor allem bewirken, dass die stark
gefährdeten Arten nicht aus dem lokalen Ökosystem rund um das Naturschutzgebiet
„Freeden“ verschwinden und somit eine ökologische Schieflage vorbeugen, die
Auswirkungen auf viele andere Tiere und Pflanzen haben könnte. Aufgrund der
topografischen Situation und der dokumentierten Wanderwege der Amphibien gibt
es aktuell kein milderes Mittel, als die Bergstraße voll zu sperren.
Die
Stadtverwaltung bedankt sich für das Verständnis der Nutzerinnen und Nutzer des
betroffenen Teils der Bergstraße und empfiehlt, den Bereich weiträumig zu
umfahren.