Landkreis Osnabrück erprobt Warnmittel – Probewarnung um 11
Uhr
Am Donnerstag, 10. September, findet der nächste
bundesweite Warntag statt. Um 11 Uhr wird in ganz Deutschland eine Probewarnung
ausgelöst. Gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Auch der Landkreis Osnabrück
beteiligt sich an dem gemeinsamen Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen.
Der bundesweite Warntag ist ein
jährlich stattfindender Probelauf für die Warnsysteme in Deutschland. Über das
Modulare Warnsystem des Bundes wird eine Testmeldung an zahlreiche
angeschlossene Warnkanäle übermittelt. Gleichzeitig können Länder, Landkreise
und Kommunen ihre vor Ort verfügbaren Warnmittel auslösen. Es handelt sich um
eine Übung; eine Gefahr besteht nicht.
Mit dem Warntag werden die
technischen Abläufe und das Zusammenspiel der verschiedenen Warnkanäle erprobt.
Mögliche Schwachstellen sollen erkannt und anschließend behoben werden.
Zugleich sollen Bürgerinnen und Bürger die Warnsignale und Informationswege
kennenlernen. Wer weiß, wie eine amtliche Warnung verbreitet wird und wo
verlässliche Informationen zu finden sind, kann in einer tatsächlichen
Gefahrenlage schneller und richtig reagieren.
Die Probewarnung und die
anschließende Entwarnung werden über Cell Broadcast direkt an empfangsbereite
Mobiltelefone, über Warn-Apps wie NINA und KATWARN, über Radio und Fernsehen
sowie über Internetseiten und weitere digitale Kanäle verbreitet. Im Landkreis
Osnabrück sollen zusätzlich die zu diesem Zeitpunkt betriebsbereiten Sirenen
ausgelöst werden. Je nach Ort können deshalb unterschiedliche Warnmittel
wahrnehmbar sein.
Der Landkreis Osnabrück baut
gemeinsam mit den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden eine moderne
Sireneninfrastruktur auf. Bis spätestens 30. Juni 2027 sollen kreisweit 217
Sirenen betriebsbereit sein. Die neuen Anlagen verfügen über eine Akku-Notstromversorgung;
viele Mastsirenen werden zusätzlich mit Solartechnik ausgestattet.
Zum diesjährigen Warntag können
nach aktuellem Stand bereits in 19 von 21 Kommunen Sirenen ausgelöst werden –
damit in drei Kommunen mehr als im Vorjahr. Insgesamt stehen voraussichtlich
142 alarmierbare Sirenenstandorte zur Verfügung, gegenüber 103 im vergangenen
Jahr. Dabei kommt es zu einer Mischwarnung aus bereits bestehenden und neuen
Sirenenanlagen, da der kreisweite Ausbau noch nicht vollständig abgeschlossen ist.
Gewarnt wird in den
Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen, den Städten Bad
Iburg, Bramsche, Georgsmarienhütte und Melle sowie den Gemeinden Bad Essen, Bad
Laer, Bad Rothenfelde, Belm, Bissendorf, Bohmte, Glandorf, Hagen, Hasbergen,
Hilter und Wallenhorst.
Das Sirenensignal zur Warnung
besteht aus einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton. Die Entwarnung
wird durch einen einminütigen Dauerton signalisiert. Die neuen Sirenen können
zusätzlich vorgefertigte Sprachdurchsagen wiedergeben. Diese Funktion wird am
Warntag jedoch nicht getestet.
Am Warntag besteht kein Anlass
zur Sorge. Wer eine Warnmeldung erhält oder eine Sirene hört, sollte Ruhe
bewahren, die Meldung aufmerksam lesen beziehungsweise anhören und sich über
offizielle Kanäle informieren. Sinnvoll ist es, das Radio einzuschalten,
Warn-Apps oder amtliche Internetseiten aufzurufen und auch Menschen im
persönlichen Umfeld auf die Probewarnung hinzuweisen.
Damit Cell Broadcast empfangen
werden kann, muss das Mobiltelefon eingeschaltet, in ein Mobilfunknetz
eingebucht und darf nicht im Flugmodus sein. Außerdem muss das Gerät technisch
empfangsfähig und mit einem ausreichend aktuellen Betriebssystem ausgestattet
sein. Für Cell Broadcast ist keine App erforderlich. Warn-Apps sollten dagegen
vorab installiert und so eingestellt werden, dass der Wohnort sowie
gegebenenfalls Arbeits- oder Ausbildungsort ausgewählt sind.
Die Abnahmen der neuen Sirenen
werden voraussichtlich bis Mitte 2027 andauern. Da die Anlagen im Rahmen der
Abnahme probeweise ausgelöst werden, informiert der Landkreis und die
jeweiligen Kommunen die Bevölkerung jeweils unmittelbar vor einem solchen Test
über KATWARN und seine Social-Media-Kanäle
Aktuelle Informationen zur
Bevölkerungswarnung und zu den Sirenensignalen gibt es unter https://www.landkreis-osnabrueck.de/fachthemen/ordnung-und-verkehr/katastrophenschutz/bevoelkerungswarnung
Allgemeine Informationen zum
bundesweiten Warntag stehen unter www.bundesweiter-warntag.de.
Amtliche Warnmeldungen sind
außerdem im Bundeswarnportal verfügbar: www.warnung.bund.de.