Stadt und Landkreis
Osnabrück rufen zum Wassersparen auf
Aufgrund
von Hitze und Trockenheit appellieren Stadt und Landkreis Osnabrück gemeinsam
mit den Wasserversorgungsunternehmen in der Region, sparsam mit Wasser
umzugehen. Die Wetterdaten der kommenden Tage und Wochen zeigen, dass nicht nur
eine Phase ausgeprägter Hitze bevorsteht, sondern auch Niederschläge kaum zu
erwarten sind, was zu einer tiefgreifenden und lang andauernden Trockenheit
führen kann.
Die derzeitige Hitzeperiode lässt den Wasserverbrauch in der
Region Osnabrück schon jetzt – zu Beginn des Sommers – rapide nach oben
schnellen. Daher rufen Stadt und Landkreis Osnabrück sowie die regionalen
Trinkwasserversorgungsunternehmen die Bevölkerung zum sorgsamen Umgang nicht
nur mit der Ressource Trinkwasser, sondern dem Umgang mit dem Grundwasser im
Allgemeinen auf.
Exemplarisch sei hier die Situation des Grundwassers in der Stadt
Osnabrück genannt. Die geringen Niederschläge im Jahr 2025 mit nur 64 Prozent
des mittleren Niederschlagsaufkommens sowie die trockenen Wintermonate Januar
und Februar 2026 haben dazu geführt, dass die Grundwasserstände, die
normalerweise ihren Höchststand im April erreichen, bereits seit Februar einen
fallenden Trend zeigten. Die zum Teil ergiebigen Niederschläge im Mai und Juni
haben lokal zu temporären Grundwasseranstiegen im Stadtgebiet geführt, die den
fallenden Trend gedämpft haben.
Der Vergleich der aktuellen Grundwasserstände im Stadtgebiet
mit langjährigen Messreihen zeigt, dass sich, bedingt durch die Niederschläge
der vergangenen zwei Monate, die Grundwasserstände auf einem für den Juni
mittleren Niveau befinden. Niedriggrundwasserstände liegen in der Stadt noch
nicht vor. Allerdings sind sie bei möglicherweise geringen oder sogar
ausbleibenden Niederschlägen und hohen Temperaturen nicht auszuschließen.
Bei ausbleibenden Niederschlägen, hohen Temperaturen und
gleichzeitig erhöhter Grundwasserentnahme zum Beispiel durch Bewässerung kommt
es unweigerlich zu einem verstärkten Absinken der Grundwasserstände, was
gravierende Auswirkungen auf Ökosysteme hat.
Schon seit einigen Tagen erreichen die Temperaturen die
30-Grad-Marke und auch mindestens für die kommenden Tage ist Hitze angesagt –
was den Wasserverbrauch vielerorts in die Höhe treiben dürfte.
Dass beide Faktoren miteinander zusammenhängen, lässt sich
am besten am Beispiel der Gartenbewässerung verdeutlichen: Je heißer es ist und
je trockener die Böden sind, desto mehr wird bewässert – und der Verbrauch
steigt. Dieser Effekt wird durch ausbleibende Niederschläge noch verstärkt. Zur
Einordnung: Rund 800 Liter verbraucht ein Rasensprenger pro Stunde, das ist so
viel wie ein Mensch in einer ganzen Woche.
Vor dem Hintergrund der aktuell angespannten Situation
appellieren Landkreis und Stadt Osnabrück schon jetzt gemeinsam mit den
Wasserversorgungsunternehmen in der Region, sparsam mit Wasser umzugehen.
Sollten sich die Bedingungen nicht ändern, werden Stadt und
Landkreis in einem weiteren Schritt unausweichlich eine Allgemeinverfügung
hinsichtlich der Nutzung von Oberflächenwasser/Grundwasser erlassen müssen.
Als Sofort-Maßnahme kann schon jetzt jeder zur Entschärfung
der Situation beitragen:
Durch den Verzicht auf das Rasensprengen sowie die sorgsame
Abwägung, ob die neue Befüllung des eigenen großen Pools oder auch der
Wasserbrauch im und am Planschbecken derzeit wirklich unverzichtbar sind.
Mittelfristig kann zur Verbesserung der Grundwassersituation
beigetragen werden, wenn Folgendes beachtet wird:
- Reduktion versiegelter Flächen im Garten
- das Auffangen, die Nutzung und/oder das Versickern von
Regenwasser,
- das Verwenden von Pflanzen, die auch trockene Perioden gut
vertragen
- oder auch das Anlegen geschlossener Pflanzflächen, um die
Verdunstung aus dem Boden zu minimieren.