Pressemitteilung AWIGO:
Richtig trennen, Ressourcen schützen:
Die AWIGO informiert zum Tag der Biotonne
Landkreis Osnabrück. Am 26. Mai 2026
ist der „Tag der Biotonne“ – ein bundesweiter Aktionstag, der mehr
Aufmerksamkeit für richtige Mülltrennung und sauberen Bioabfall wecken soll. Im
Zuge dessen möchte die AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH auch die
Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Osnabrück für dieses Thema
sensibilisieren.
Aus gutem Bioabfall werden Strom und
Komposterde
Denn die Verunreinigung des Bioabfalls
mit Plastik und anderem Restmüll gefährdet die Herstellung von hochwertigem
Biokompost und ist ein Problem für unsere Umwelt.
Seit Mai 2025 gelten zudem bundesweit
verschärfte gesetzliche Anforderungen an die Reinheit von Bioabfällen. Die neue
Bioabfallverordnung setzt strengere Grenzwerte für Fremdstoffe wie Plastik,
Glas oder Metall fest – eine Entwicklung, die sowohl kommunale Entsorger als
auch Privathaushalte direkt betrifft.
Obwohl die große Mehrheit der Haushalte
im Landkreis Osnabrück ihren Bioabfall bereits sehr gut trennt und darauf
achtet, was in die Biotonne darf und was nicht, landen nach wie vor zu viele
Plastiktüten und andere nicht kompostierbare Materialien in den braunen
Mülltonnen.
„Nur aus sauberen Bioabfällen, das
heißt ohne Störstoffe, kann saubere Komposterde für die Landwirtschaft werden.
Zudem gewinnt die AWIGO BIOMASSE, unser Kompostwerk in Bohmte-Hunteburg, Biogas
durch die Vergärung, aus dem wiederum Strom erzeugt wird“, so Christoph van
Kampen, Pressesprecher der AWIGO.
Tonnenkontrollen im Landkreis
Auch deshalb sind seit Sommer 2021
regelmäßig AWIGO-Teams zur Sichtkontrolle der Biotonnen im Osnabrücker Land
unterwegs.
Pro Tour kontrollieren sie rund 700
braune Mülltonnen und verteilen nach Bedarf gelbe oder rote Tonnen-Anhänger:
Der gelbe Anhänger kommt bei leichten Verunreinigungen zum Einsatz und weist
auf Störstoffe im Behälter hin. Eine Leerung der Mülltonne findet trotzdem
statt. Der rote Tonnenanhänger hingegen zeigt
stark verschmutzten Bioabfall an, die Müllabfuhr leert in diesem Fall nicht.
Weitere Hintergrundinfos:
Das Problem Plastik und
„kompostierbare“ Plastiktüten im Detail
Innerhalb des Produktionsprozesses von
Vergärungs- und Kompostierungsanlagen werden auch vermeintlich „kompostierbare
Beutel“ nicht sicher vollständig biologisch abgebaut. Die Zersetzungszeit
dieser Tüten liegt deutlich über den Produktionszeiten in den
Kompostierungsanlagen. Somit sind diese Beutel – ebenso wie herkömmliche
Plastikbeutel – Fremdstoffe, die entfernt werden müssen. Die
Entsorgungsunternehmen wollen störstofffreien Bioabfall und funktionierende
Anlagen für mehr Bioenergie und saubere Komposterde.
Bioabfallsammlung im Haushalt: So
geht’s richtig.
Bioabfälle sollten im besten Fall lose
in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt und direkt – ohne Plastiktüte
bzw. „kompostierbare“ Plastiktüte – in die Biotonne entleert werden. Wer seinen
Bioabfall dennoch in einer Plastiktüte sammeln möchte, kann den Inhalt in der
Biotonne entleeren und die Plastiktüte im Anschluss in den Restmüll geben. In
den meisten Fällen steht die Restmülltonne direkt neben der Biotonne. Deutlich
einfacher ist es, Zeitungspapier oder Papiertüten zu verwenden.
Informationen darüber, was in die
Biotonne gehört, findet man auf www.awigo.de/biotonne.
Weitere Fragen zur richtigen Entsorgung
im Landkreis Osnabrück beantwortet zudem der Chatbot AWI auf www.awigo.de.