Museen & Historisches

 

Schloss Iburg

Das Wahrzeichen der Stadt ist zweifelsfrei das Schloss, das unübersehbar oben auf dem Schlossberg thront. Ein historischer Ort, dessen Bewohner die europäische Geschichte nachhaltig mitgeprägt haben.

Die Doppelanlage aus ehemaliger Residenz der Fürstbischöfe (bis 1673) und der Benediktinerabtei St. Clemens (bis 1803) wurde im 11. Jahrhundert von Bischof Benno II. von Osnabrück gegründet. Das Schloss wird heute von diversen niedersächsischen Landesbehörden, dem Amtsgericht und der Polizei genutzt. Insbesondere der Rittersaal, der Mitte des 17. Jahrhunderts entstand und seit rund 40 Jahren für besondere kulturelle Veranstaltungen und Anlässe genutzt wird, ist eine ungewöhnliche und faszinierende Sehenswürdigkeit. Er ist einer der frühesten Barocksäle in Nordwestdeutschland und vereint eine imposante Galerie von Bischöfen mit den Taten des Herkules, gekrönt von einem atemberaubenden Deckenbild mit der beeindruckenden Perspektivmalerei. Im Rittersaal befindet sich außerdem ein fest installiertes, üppig dekoriertes Schaubuffet, das - neben dem Münchener - zu den einzigen nördlich der Alpen erhaltenen Exemplaren gehört und ursprünglich der Aufstellung des kostbaren Silbergeschirrs diente.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg und gemäß der Vereinbarungen des Westfälischen Friedensvertrags, der in den benachbarten Städten Osnabrück und Münster ausgehandelt worden war, zog die erste evangelische Bischofsfamilie in das Schloss ein. Die Iburg war für Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg und seine Gattin Sophie von der Pfalz der erste Familiensitz, von dem aus die Familie einen beeindruckenden Aufstieg in der Geschichte Europas machte. Der älteste Sohn Georg I. übernahm 1714 die britische Krone. Seine Schwester Sophie Charlotte, die auf der Iburg geboren wurde und hier ihre Kindheit verbrachte, wurde später die erste Königin von Preußen.

Das kleine Schlossmuseum gibt einen lebendigen Einblick in das Leben auf dem Schloss und stellt unter anderem die beeindruckende Persönlichkeit Sophie von der Pfalz vor.
 - Wegen Renovierungsarbeiten bleibt das Museum bis voraussichtlich Ende März 2018 geschlossen. -

Der Rittersaal: geöffnet Mai bis Oktober montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr
Eintritt: 1,00 € (ermäßigt: 0,50 €) und im Rahmen von Führungen.
Mit Informationstafeln, Texten und Bildern erläutert die Ausstellung „Zwischen Prunkgeschirr und Wäscheleine“ die Ausstattung sowie die vielfältige Restaurierungs- und Nutzungsgeschichte des Rittersaales.

Nutzen Sie unser Führungsangebot, um das Schloss und seine sehenswerten Anlagen  - lebendig begleitet von unseren erfahrenen Schlossführerinnen und -führern - zu entdecken. Flyer Schlossführungen zum Download als PDF

Einen Überblick über weitere Sehenswürdigkeiten bietet unser Flyer
Historischer Stadtrundgang zum Download (Sprachen D, NL oder GB).

 

  • regelmäßige Führungen

    April bis Oktober: Freitag, Samstag und Sonntag
    November bis März: Samstag und Sonntag

      15:00 |  3 € / ermäßigt 2,50 € |   Schlossmuseum

    Kombikarte Schlossführung + Schlossmuseum

      3 € / ermäßigt 2,50 €

    Bitte beachten: Aufgrund der historischen Bauweise sind die Führungen nur eingeschränkt barrierefrei.

    Sondertermine für Gruppen sind möglich (Sprachen deutsch oder englisch).
    Bitte wählen Sie aus unseren Themenführungen.
    Anmeldung bei der Tourist-Information über das Buchungsformular oder telefonisch, Tel. 05403-404 66.

    Flyer Schlossführungen zum Download als PDF

    Buchungsanfrage Schlossführung

  • Themenführungen Schloss Iburg

    "Residenz und Benediktinerkloster Iburg"

    Die Führung durch die historischen Innenräume und Binnenhöfe gibt einen Einblick in das höfische und klösterliche Leben.

     60 Min. |  max. 30 |  50 € |   Schlossmuseum





    "Schloss und Flecken Iburg"

    Sehenswertes und faszinierende historische Informationen über das Schloss und die Geschichte Bad Iburgs, vom Flecken bis zur Stadt, wobei auch die interessante Fleckenskirche St. Nikolaus unterhalb des Schlosses besucht wird. 

     90-120 Min. |  max. 30 |  75 € |   Schlossmuseum

    "Rund um das Iburger Schloss"
    Alte und neue Sehenswürdigkeiten zwischen Gografenhof und Charlottensee, inkl. Konvent- und Knotengarten (auch kombinierbar mit Schlossführung).

      60 Min. |  max. 30 |  50 € |   Schlossmuseum

    "Allerlei Schlossplauderei"
    Humorvolle Schlossführung, ideal für ein abendliches Treffen im kleinen Freundes- oder Familienkreis. Auf Wunsch inklusive ein Fläschchen "Schlosstropfen" (pro Person 1,00 € extra).

      60 Min. |  max. 20 |  50 € |   Schlossmuseum

    Flyer Schlossführungen zum Download als PDF

    Anmeldung bei der Tourist-Information über das Buchungsformular oder telefonisch, Tel. 05403-404 66.
    Buchungsanfrage Themenführungen Schloss Iburg

  • SCHLOSSFÜHRUNGEN SPEZIELL FÜR KINDER

    "Zu Gast beim Ritterbischof Benno"

    Wie lebte man früher auf so einem Schloss? Wer waren die Bewohner? Schlossführer Klaus Nienbecker führt die jungen Entdecker durch die Residenz der ehemaligen Osnabrücker Fürstbischöfe mit spannenden und kurzweiligen Geschichten. Da darf man dann auch mal in eine echte Ritterrüstung hineinschlüpfen oder ein Bischofsgewand mit Mitra und Krummstab anziehen. Gruselig wird es, wenn die Zellen im Bennoturm besichtigt werden und über das Leben der Gefangenen in dem Verlies erzählt wird.
    Ideal für Klassenausflüge und Kindergeburtstage.
    Das  Geburtstagskind darf sich als Ritterbischof Benno oder Prinzessin Sophie Charlotte verkeliden. Zum Abschied gibt es den Ritterschlag mit Urkunde.

      50 Min. |  max. 25 |  45 € |   Schlossmuseum

    Buchungsanfrage "Zu Gast beim Ritterbischof Benno"




    Öffentliche Kinderschlossführungen finden einmal pro Monat sonntags statt:
      16:30 |  2,50 € Kinder / 3 € Erwachsene |   Schlossmuseum 
       7. Januar, 4. Feb., 4. März 2018

    Anmeldung bei der Tourist-Information erforderlich, da Teilnehmerzahl begrenzt.
    Tel. 05403 – 404 66 oder per Mail: 


  • NACHTWÄCHTERFÜHRUNG

    "Nachtwächterrundgang mit Augustinus"

    Nachtwächter Augustinus führt durch das abendliche Iburg und erzählt interessante Geschichten zu Gebäuden und Plätzen. Da hat sich viel getan im Laufe der Zeit und manches wird auch Sie verwundern. Wussten Sie bereits, was hinter dem Namen Gografenhof steckt? Und wie kam es zu dem Namen Iburg? Wo genau verlief die Stadtmauer und gab es tatsächlich am Fuß des Schlossbergs eine Mühle und ein Tor?

    Termine: November bis März, zweimal pro Monat, donnerstags: 

     19 |  3 € / ermäßigt 2,50 € |   Rathaus
      12. + 26. Okt., 16. + 30. Nov., 14. + 28. Dez. 2017 

    Anmeldung über Tourist-Information erforderlich,
    Tel. 05403 – 404 66 oder per Mail: 

    Sondertermine für Gruppen möglich:
      90 Min. |  max. 30 |  50 € |   Rathaus

    Buchungsanfrage "Nachtwächterrundgang mit Augustinus"



Weitere Sehenswürdigkeiten


  • Das Schlossmuseum MIT MÜNZKABINETT

    Archäologie auf der Iburg - Seit 2002 zeigt sich das Schlossmuseum in seiner nach modernen Maßstäben gestalteten Form unter Trägerschaft des Schlossvereins e.V. Hier ist unter anderem die Ausstellung "Befestigung, Bischofsresidenz, Kloster – archäologische Forschungen auf der 1200 Jahre alten Iburg" zu sehen. Funde, die bei Grabungen in den vergangenen 20 Jahren zum Vorschein kamen, geben Zeugnis von der Entstehungsgeschichte der ungewöhnlichen Doppelanlage aus Burg und Kloster.


    Die vollständig erhaltene Burganlage rückte in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach in den Mittelpunkt der Forschungen durch die Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück. Wie kaum ein anderes Gebäude des Osnabrücker Landes ist es unmittelbar mit der Entstehung und Entwicklung der weltlichen und geistlichen Landesherrschaft Osnabrücker Bischöfe verbunden, die hier vom 11. bis zum 17. Jahrhundert residierten. Zugleich war die Burg bis zur Säkularisierung im Jahr 1803 Standort eines Benediktinerklosters.

    In der katholischen Klosterkirche konnten u.a. mehr als 50 Bestattungen freigelegt werden, darunter fünf Grablegungen von Äbten, die hier mit Abtsstab und Ornat beigesetzt worden waren. Die Untersuchungen auf der Westseite des Bergrückens und im Abtsgarten bestätigten die Anfänge der heutigen Iburg im 11. Jahrhundert. Im Bereich der ehemaligen bischöflichen Residenz wurden die Mauerreste zweier Wohntürme des 11. bzw. 12. Jahrhunderts ergraben. Bei Ausbesserungsarbeiten an der südlichen Ringmauer stieß man auf die ehemalige Hof- und Gebäudeentwässerung. Im kunsthistorisch bedeutsamen Rittersaal konnten im Rahmen von Restaurierungsmaßnahmen verschiedene Aufschüttungs- und Laufhorizonte sowie Fußböden rekonstruiert werden.

    Pläne, Photos und historische Ansichten vermitteln eine Vorstellung von der ungewöhnlichen Burg- und Klosteranlage. Ausgewählte Exponate wie mittelalterliche Schreibgriffel, Abtsstäbe, Knochenschnitzerabfälle, die Nuss einer hochmittelalterlichen Armbrust, ein Thebalring, Bodenfliesen, Keramik und anderes legen Zeugnis vom Alltag vergangener Jahrhunderte ab. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein Modell der Iburg, welches den Zustand um 1600 rekonstruiert.

    Ebenso interessant nicht nur für Numismatiker ist das angeschlossene kleine in dem die Dauerausstellung "Münzen und Medaillen aus 800 Jahren Münzgeschichte des Osnabrücker Landes" gezeigt wird.


    Öffnungszeiten: 
    Wegen Renovierungsarbeiten bleibt das Museum bis voraussichtlich Ende März 2018 geschlossen.
    Führungen für Termine ab ca. April 2018 buchbar über die Tourist-Information,
    Tel. 05403 – 404 66 oder per Mail:


    Buchungsanfrage "Schloss und Schlossmuseum"

  • Das Uhrenmuseum

    Gleich neben dem Rathaus hat das faszinierende Uhrenmuseum unübersehbar eine Heimat gefunden. Da tickt und gongt es von allen Seiten, denn es gibt über 800 Uhren und über 300 Jahre Uhrengeschichte zu bestaunen. Besonders eindrucksvoll sind die 17 großen Kirchturmuhren.

    Auf Wunsch führt Eigentümer Peter Taschenmacher Besucher durch seine Sammlung.






    Adresse: Am Gografenhof 5, Tel. 05403 – 28 88
    Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17 Uhr

  • Heimatkundliches Museum - Averbecks Speicher

    Seit 1998 wird der restaurierte Speicher des Hofes Averbeck im Ortsteil Glane als heimatkundliches Museum genutzt. Der Heimatverein Glane und der Verein für Orts- und Heimatkunde Bad Iburg haben hier Dauerausstellungen eingerichtet beispielsweise zum Thema historische Textilien. Dazu gehört beispielsweise der Bereich Trachtenzubehör aus der Region. Außerdem finden hier immer wieder Spezialausstellungen zu unterschiedlichsten Themen statt. In dem für die Region typischen Fachwerkhaus hat auch das Heimatarchiv Glane-Bad Iburg einen Ort gefunden und hier gibt es auch eine Handdruckwerkstatt.



    Adresse: Averbecks Hof 5, Tel. 05403 – 78 04 86 oder 404 66
    Öffnungszeiten: Montag und Sonntag 15-17 Uhr und nach Absprache

  • Iburger Geschichte - Das ARCHIV IM Stein'scheN Haus

    Im Herbst 2010 erwarb der Verein für Orts- und Heimatkunde Bad Iburg das alte Handwerkerhaus in der Rathausstraße 5. Bis dahin war es das Haus der Familie Gertrud und Josef Stein, die hier fast 50 Jahre zusammen mit ihren beiden Söhnen gelebt hatte. Daher wird es heute auch Stein'sches Haus genannt.
    Bis weit ins 19. Jahrhundert wohnten hier mindestens zwei Generationen der Schuhmacher-Familie Hotfilter, die das Haus vor rund 100 Jahren mit einem Obergeschoss und einem neuen Dach ausbauten.
    Der Verein als neuer Besitzer brauchte fast ein Jahr, um das stark sanierungsbedürftige Fachwerkhaus instand zu setzen, bevor es in neuem Glanz als ortshistorisches Zentrum genutzt werden konnte. In den vier Räumen im Obergeschoss entsteht ein orts- und heimatkundliches Archiv mit Zeitungen, Fotos, Büchern, Dokumentationen und einer Bildersammlung. Dazu gehören auch ein Leseraum und ein Computer-Arbeitsplatz für das eingehende Studium der historischen Dokumente. Im Erdgeschoss laden die kleine gemütliche Teeküche und der angeschlossene Aufenthaltsraum zu Schulungen und Besprechungen ein. In dem Haus wird die Iburger Geschichte gesammelt und aufgearbeitet.
    Gleichzeitig ist es offen für interessierte Bürger, Besucher, Kurgäste und Schüler.


    Adresse: Rathausstraße 5, Tel. 05403 – 10 92
    Öffnungszeiten: montags 9-12 Uhr (Dokumentationsstelle) und mittwochs 15-17 Uhr

  • Der Grenzstein-kreis IM KNEIPP-ERLEBNISPARK

    Da immer mehr historische Grenzsteine verloren gehen, hat der Bad Iburger Verein für Orts- und Heimatkunde im 2014 eröffneten Kneipp-Erlebnispark zu Füßen des Schlossbergs einen faszinierenden Grenzstein-Kreis aufgebaut. Hier sind zurzeit sechs, später zwölf echte Grenzsteine zu sehen, die in und um Bad Iburg gefunden wurden und deren Geschichten viel über das Leben in früheren Zeiten erzählen. Eingerahmt ist der Kreis von einer typischen Grenzhecke, so dass ein wirklich ganz besonderer Ort inmitten des Parks entstand. 


    Hier erfährt man auch einiges darüber, welche Funktionen die Steine mit ihren rätselhaften Symbolen hatten. Bevor Grenzsteine gesetzt wurden, dienten natürliche Gegebenheiten wie Bachläufe. Felsen oder große Bäume als Grenzmarkierungen, später auch Gräben und Wälle. Mit sogenannten Schnat—und Grenzgängen wurde der Grenzverlauf regelmäßig überprüft.
    Da das Iburger Schloss sowohl als Residenz für die Osnabrücker Fürstbischöfe wie auch als Benediktinerkloster St. Clemens diente, setzte man jeweils die eigenen Grenzsteine. Die meisten stammen aus dem Bennosteinbruch am Dörenberg und sind aus Sandstein, typisch für den Teutoburger Wald.
    Im Grenzstein-Kreis sind zu sehen zum einen "Klostersteine", die den Besitz des Benediktinerklosters dokumentieren, sowie "Fürstbischöfliche Steine", sogenannte Gütersteine, die die Grundstücksgrenzen der Fürstbischöfe markierten. Man findet typische Symbole wie den Clemensanker, die Wolfsangeln, Jahreszahlen und Monogramme.
    Nehmen Sie sich die Zeit, im Grenzstein-Kreis ein wenig zu verweilen und den geheimnisvollen Grenzsteinen ihre Geheimnisse zu entlocken.
    Mehr dazu auch unter: www.heimatkunde-iburg.de